Gehirnspiele: so wird unser Gehirn ausgetrickst

Optische Täuschungen, Illusionen und Sinnestäuschungen

Manchmal sehen wir Dinge, die kann es so gar nicht geben. Oder doch? Gehirnspiele oder Sinnestäuschungen gaukeln uns falsche Tatsachen vor. Aber wie genau kommt es dazu? Und was passiert bei dieser Gelegenheit mit unserem Gehirn? Galileo schaut sich das Ganze für euch näher an.

Sinneswahrnehmung und das Gehirn: die Basics

Keine Angst, das wird jetzt keine Vorlesung in Psychologie. Aber ein paar Basics helfen euch dabei, den Zusammenhang von Sinneswahrnehmung und optischer Täuschung oder Illusion zu verstehen. Jeder Mensch ist mit fünf Sinnesorganen ausgestattet:

  • Augen
  • Nase
  • Ohren
  • Mund
  • Haut

Auf diese Sinnesorgane prasseln jeden Tag tausende von Reize ein. Welche wir davon bewusst wahrnehmen, "entscheidet" aber unser Gehirn. Genauso hängt auch vom Gehirn ab, wie wir die Reize wahrnehmen. Hier kommt unsere Erfahrung ins Spiel: Unser Gehirn verarbeitet die erhaltenen Informationen und gleicht sie mit Ereignissen ab, die wir so oder so ähnlich schon einmal erlebt haben. Es erkennt bereits bekannte Muster und setzt diese dann um: wir sehen oder spüren. Prasseln nun aber zu viele oder gänzlich unbekannte Reize auf unser Gehirn ein, kann es sein, dass unser Gehirn die Informationen nicht vollständig verarbeiten kann. Dann entstehen Illusionen im Kopf, die es in der Wirklichkeit gar nicht gibt.

Optische Sinnestäuschungen in Bildern

Jeder, der schon einmal einem Zauberer im Zirkus zugeschaut hat, dachte, die vorgespielte Illusion sei Wirklichkeit. Meist ist sie jedoch nur eine optische Täuschung und viel Ablenkung. Aber nicht nur im Zirkus, auch auf Bildern wird unser Gehirn immer wieder ausgetrickst. So denkt unser Gehirn bei manchen Mustern zum Beispiel, dass die Bilder sich bewegen würden – was natürlich definitiv nicht der Fall ist. Je nach Hintergrund oder Umgebung nimmt unser Gehirn auch Farben und Größen unterschiedlich wahr: Ein und derselbe Kreis wirkt beispielsweise anders, je nachdem, ob er von kleineren oder von größeren Kreisen umgeben ist.

Weitere Beispiele für optische Täuschungen sind doppeldeutige Bilder, die unser Gehirn je nach Erfahrung und aktueller Lebenssituation anders verarbeitet. Manche sehen auf den Bildern eine alte, andere eine junge Frau. Auf einem Bild ist entweder ein küssendes Paar oder es sind zwei Kelche zu sehen. Beides ist vorhanden, kann aber nicht gleichzeitig von uns wahrgenommen werden.

3 Mind Games, die das Leben verbessern

Äußere Reize und Sinnestäuschungen können uns und unser Gehirn manchmal ganz schön durcheinanderbringen. Also warum nicht mal den Spieß umdrehen? Forscher haben ein paar interessante Fakten aufgedeckt, mit denen wir unser Gehirn austricksen und damit unser Leben schöner machen. Ein paar Selbstexperimente zum Nachmachen:

  • Glück: Am besten gleich mal ausprobieren! Mundwinkel nach oben ziehen und lächeln – auch wenn oder gerade, weil es aktuell nichts zu lachen gibt. Denn die "Facial-Feedback-Hypothese" besagt, dass die Muskelkontraktion des Lächelns dem Gehirn die Information vermittelt, es gäbe einen Grund gibt, glücklich zu sein. Und genau das fühlen wir dann auch.
  • Lernerfolg: Sicher musstet ihr auch schon mal etwas auswendig lernen, hattet aber das Gefühl, das Zahlen, Daten und Fakten einfach nicht in euren Kopf wollten. Kein Wunder: das Gehirn merkt sich abstrakte Dinge eher selten, konkrete Erlebnisse oder Bewegungen dafür umso besser. Wenn ihr nun jeden Fakt mit einem bestimmten Erlebnis oder einer Bewegung verbindet, werden alle Infos zusammen abgespeichert. Wenn nötig könnt ihr sie wieder abrufen – dazu reichen auch schon kleine Bewegungen wie eine Faust ballen oder mit einem Finger wackeln.
  • Abnehmen: Ganz ohne gesunde Ernährung die Kilos zum Schmelzen bringen? Ganz so einfach funktioniert es dann leider doch nicht. Aber andersherum wird jede Diät oder Ernährungsumstellung nur halb so erfolgreich, wenn ihr euch nicht auch psychisch darauf einlasst. Trainiert eurem Gehirn ab, ständig an Essen zu denken. So können Heißhungerattacken minimiert werden – und das hilft langfristig beim Abnehmen.

 

Ihr seht: Es gibt viele Arten das Gehirn auszutricksen. Einige sind verwirrend, andere können wir uns zu Nutze machen. Bei Galileo erfahrt ihr alles über Brain Games, Sinnestäuschungen und Co.