- Bildquelle: Andre Kowalski maxdome/ ProSieben © Andre Kowalski maxdome/ ProSieben

"Auch in der zweiten Staffel … ist jede Folge eine kunstvoll geschnitzte Malheur-Miniatur, deren Dramaturgie man zusieht, als sei sie eine Desaster-Variante des Domino Days.", schreibt Spiegel Online und konstatiert weiter: „Natürlich ist es nach wie vor nahezu unmöglich, eine Folge jerks. zu schauen, ohne dabei ein einziges Mal ein 'uuagh'- oder 'waah'-Geräusch zu machen - oder aus diesem ganz speziellen Lachdrang heraus zu kichern, der einem im gleichen Moment vor einem selbst ein bisschen peinlich ist."

Stern.de hat es vor allem das virtuose Zusammenspiel der beiden Hauptdarsteller angetan: "Die Serie lebt vor allem von der Chemie ihrer beiden ungleichen Hauptdarsteller. Ulmen, der tollpatschige, aber liebenswerte Serienheld. Yardim, der coolere Draufgänger, dem aber auch nicht wirklich alles gelingen will."

Kino.de hält jerks für "Fremdscham mit Konzept" welche die einen nur zum Kopfschütteln, die anderen jedoch vor Lachen zum Krepieren bringe.

Auch die Teleschau findet, dass die neuen Folgen in Sachen Fremdscham noch extremer geworden sind: "Menschenfleisch-Dinner, Behindertenwitze, Flirts mit Minderjährigen: In der zweiten Staffel ihrer Serie "Jerks" setzen Christian Ulmen (42) und Fahri Yardim (37) in Sachen Inkorrektheit und Fremdscham noch einen drauf."

Die beste deutsche Comedyproduktion der Gegenwart

Lars Weisbrod von Zeit.de kann die neuen Folgen teils nur mit der Hand vor dem Gesicht schauen, sieht sich dann aber doch gezwungen neugierig durch die gespreizten Finger zu blinzeln. Er vergleicht das Vergnügen beim Zuschauer mit dem Genuss eines Horror-Films, "wenn gerade das Rucksacktouristen-Paar im Motelkeller zu Tode gefoltert wird." Und resümiert: "Jerks ist eine so schwarze und hoffnungslose Serie, wie Männer sie 2018 verdient haben. Und nebenbei die beste deutsche Comedyproduktion der Gegenwart."

Auch das Online-Portal Filmstarts.de unterstreicht, dass "jerks." 2 "mitunter nicht nur regelrecht weh [tut]“ sondern man beim Zuschauen "wirklich gerne im nächstbesten Sessel, Stuhl, Sofa oder zur Not auch im Boden versinken" würde.

Besonders die improvisierten Dialoge, aus dem Alltag gegriffenen Situationen und die "sichtbare Spielfreude der Akteure" wissen die Redakteure zu begeistern. Ihr Rat: "Wer also offen für diese Art von Humor ist und sich auch von häufigen Schlägen unter die Gürtellinie und gelegentlichen geschmacklichen Verirrungen nicht abschrecken lässt, sollte einen Blick riskieren."

Fremdschämen für Fortgeschrittene

Meedia.de zeigt sich überrascht, dass es Ulmen und Co. gelungen ist bei Staffel zwei in Sachen Inkorrektheit und Fremdscham noch einen draufzulegen: "Wer nach Staffel 1 gedacht hat, peinlicher oder politisch inkorrekter kann es nicht mehr werden, wird eines besseren gelehrt."

Dabei stechen für das Online-Magazin vor allem die "herrlich realistischen Gespräche" heraus, „die im deutschen TV nur allzu oft schmerzlichst vermisst werden.

Wer pointierten, feinsinnigen Humor suche, der sei bei "jerks." zwar an der falschen Adresse, aber Staffel 2 sei trotzdem ein "fernsehkomödiantischer Volltreffer" und Christian Ulmen und Fahri Yarim nun mal die "Könige des Volltrottel-Humors".

Besonders gefällt den Autoren auch der direktere Einstieg in den Folgen der zweiten Staffel: "während sich Staffel 1 noch langsam an die politische Inkorrektheit heranarbeitete, in dem sie sich von Folge zu Folge unaufhaltsam steigerte und erst ganz zum Schluss schließlich jede Rest-Vorsicht fallen ließ, gewähren die neuen Folgen keine Schonfrist mehr. Es geht sofort kopfüber tief hinein in die dunkelsten Abgründe der Schamlosigkeiten, die den einen oder anderen Zuschauer sicher dazu bewegen werden, sich wahlweise verhalten kichernd oder hysterisch lachend die Decke über den Kopf ziehen zu wollen."

Auf maxdome sind die Folgen der 2. Staffel bereits seit 29. März 2018 verfügbar. Die TV-Premiere findet am 8. Mai auf ProSieben statt. Jeden Dienstag folgt dann eine Doppelfolge. Alle Folgen können 7 Tage nach TV-Ausstrahlung kostenlos auf ProSieben.de/tv/jerks gestreamt werden.