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Der letzte Akt ist der spannendste. Wer kommt in die Champions League, wer in die Europa League, und vor allem: Wer steigt ab aus der Fußball-Bundesliga? Der Hamburger SV und der VfL Wolfsburg wollen den direkten Absturz in die 2. Liga vermeiden. Der SC Freiburg kann noch auf den Relegationsrang abrutschen. Was spricht für wen? Wer hat die besten Argumente?

HAMBURGER SV:

Der jüngste Trend, die positive Stimmung in der Stadt und vor allem Trainer Christian Titz haben eine Wende eingeleitet. Fans und Team mögen sich wieder. Zuletzt kamen 2000 Zaungäste, spendeten Beifall und sangen: «Niemals 2. Liga!» Noch vor Wochen waren Totenkreuze am Stadion aufgestellt worden. Titz: «Mannschaft und Fans präsentieren sich als Einheit.» Er lässt sein Team Fußball spielen: Kurzpässe und Ballbesitz statt Ziellos-Langpässe und Krampf. Unter seiner Ägide ist wieder ein Teamgefühl gewachsen. Deshalb soll er nun ligaunabhängig verlängern. Ex-Nationalspieler Matthias Sammer glaubt: Hätte man Titz früher rangelassen, wäre der HSV nie in die Bredouille gekommen.

VFL WOLFSBURG:

Für die taumelnden Wolfsburger spricht vor allem der Gegner. Der Tabellenletzte 1. FC Köln ist bereits abgestiegen. Mit drei Punkten am Samstag kann der VfL selbst nicht mehr direkt absteigen. Auch Trainer Bruno Labbadia ist ein Hoffnungsträger. Der Coach schaffte in einer ähnlichen Situation beim Hamburger SV über den Umweg Relegation noch den Klassenverbleib. «Ich kenne solche Situationen. Ich weiß genau, was zu tun ist», sagte Labbadia. Seine Erfahrung könnte für die hochambitionierten Niedersachsen in der Tat Gold wert sein. Der VW-Club hielt zudem bereits im vergangenen Jahr dem Druck in den Relegationsspielen gegen den Nachbarn Eintracht Braunschweig stand.

SC FREIBURG:

Als einziges Team der noch gefährdeten Clubs haben es die Freiburger selbst in der Hand. Ein Punkt gegen den FC Augsburg am Samstag - und der HSV und der VfL können machen, was sie wollen. Für Keeper Alexander Schwolow ist klar, «dass hier im Schwarzwald-Stadion immer was geht. Mit dieser Einstellung gehen wir ins Spiel - und dann kriegen wir das gemeinsam mit unseren Fans gewuppt.» So schwach der Sport-Club auswärts in dieser Saison auch auftrat, zu Hause ist der SCF meist eine kompakt und gut spielende Mannschaft. Aufregung wie in anderen Standorten ist in Freiburg unbekannt, Erfolgscoach Christian Streich verzichtete auch vor dem Saisonfinale auf besondere Maßnahmen.