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Tschernobyl: Tiere verlassen verstrahltes Gebiet – ihre Gene könnten sich verbreiten

05.07.2018 • 15:21

Rund um die Sperrzone von Tschernobyl leben nach der Atomkatastrophe heute noch viele Tiere, wie Wölfe, Elche und Rehe. Doch einige Wölfe verlassen die Region, wodurch sie mutierte Gene verbreiten könnten.

Die *Tschernobyl-Katastrophe *ist mittlerweile über 30 Jahre her. Damals hat eine riesige Reaktor-Katastrophe zu einem der schlimmsten *Atom-Unglücke *in der Geschichte geführt. Das betroffene Gebiet rund um Tschernobyl und die Stadt *Prypjat *ist mittlerweile nicht mehr bewohnt. Und das hat zu einem besonderen Phänomen geführt.

Viele Tiere leben im verstrahlten Gebiet um Tschernobyl

Schon längst haben *Tiere *und *Pflanzen *die verstrahlten Gebiete zurückerobert. Ohne die Menschen können sie sich ungehindert ausbreiten.

So leben mittlerweile auch mehr Wölfe im Sperrgebiet, als drum herum. Und diese werden seit Jahren von Forschern beobachtet, auch mit GPS. Nun ist Wissenschaftlern aufgefallen, dass ein Wolf bei seiner Wanderung enorme Strecken zurückgelegt hat – und das Sperrgebiet verlassen hat.

Wolf mit Gen-Mutation hat das Sperrgebiet verlassen

Nun überlegen die Wissenschaften, was es für Folgen haben könnte, wenn sich die Wölfe mit Gen-Mutationen *mit gesunden Wölfen paaren. Im Video *erfahrt ihr mehr dazu.

In Tschernobyl leben neben Wölfen noch unzählige andere Tierarten wie Hunde, Elche, Rehe, Wildschweine und Vögel.

Vögel passen sich an die radioaktive Strahlung an

Einige Vogelarten sollen sogar von der *radioaktiven Strahlung *profitieren. Forscher von der Universität Paris-Süd berichten, dass manche Arten größer seien und weniger DANN-Schäden hätten als ihre Artgenossen. Dieses Ergebnis deutet darauf hin, dass sich manche Wildtiere an die Gegebenheiten in Tschernobyl angepasst haben.

Das ist aber wohl eine Ausnahme. Denn die radioaktive Strahlung ist für Mensch und Tier hochgefährlich. Sie kann Moleküle im Körper von Menschen, Tieren und sogar Pflanzen verändern. Auch das Erbgut ist davon betroffen, was in vielen Fällen zu Krebs führt.

Vor eineinhalb Jahren wurde ein neuer Schutzmantel über das Atomkraftwerk geschoben. Der neue Sarkophag soll für die nächsten 100 Jahre Sicherheit bieten. Damit soll der Beton-Sarkophag, der direkt nach der Reaktorkatastrophe errichtet worden war, unterstützt werden.

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