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Von wegen Muskelkater: Waden-Schmerzen können auf Arteriosklerose hindeuten

22.05.2018 • 12:41

Wenn ihr beim Laufen einen stechenden Schmerz in der Wade spürt, solltet ihr dringend zum Arzt gehen. Im Ernstfall ist das nämlich eine Arteriosklerose.

Wenn ihr beim Laufen einen stechenden Schmerz in der Wade spürt, der im Stehen nachlässt, solltet ihr dringend zum Arzt gehen. Im Ernstfall ist das nämlich kein einfacher Muskelkater, sondern eine Arteriosklerose – und die kann Herzinfarkte und Schlaganfälle auslösen.

Das geht aus einem aktuellen Bericht der Deutschen Herzstiftung hervor. Unter dem Begriff "Arteriosklerose" versteht man laut der Apotheken Umschau, wenn sich in den Arterien Ablagerungen aus Fett und Kalk bilden. Die Gefäßwand wird starrer und enger, das Blut kann nicht mehr so gut durchströmen – Durchblutungsstörungen sind die Folge.

Laut der Deutschen Herzstiftung äußert sich eine "Arteriosklerose" in den Beinen eben durch einen stechenden Schmerz beim Laufen. Viele Menschen würden diesen mit einem harmlosen Muskelkater verwechseln, jedoch sollte man bei den ersten Warnzeichen schnell zum Arzt.

Demnach würden 75 Prozent aller Menschen mit Arteriosklerose in den Beinen später an einem Herzinfarkt erliegen. Der Grund: Sind die Arterien in den Waden erstmal verstopft, besteht mit hoher Wahrscheinlichkeit schon eine noch stärkere Verkalkung in Gefäßen rund ums Herz.

Die Website "Vitanet.de" rät vorbeugend, ab dem 45. Lebensjahr regelmäßig zur Vorsorge-Untersuchung zu gehen. Werde eine Arteriosklerose rechtzeitig erkannt, könne man sie noch mit Medikamenten und operativen Eingriffen behandeln.